Aktuelle Fotos

Heftige Starkregen hatten im gesamten Landkreis für vollgelaufene Keller und Überschwemmungen jeder Art gesorgt. Nachdem die Zeitung bereits voller Bilder der Dorfener Überschwemmungen waren, schaute ich mich in meinem unmittelbaren Umfeld um und hatte das Glück, bei günstigen Lichtverhältnissen eine Perspektive zu finden, die dem Unschönen noch etwas abgewinnen kann.

Manche Schnappschüsse machen im Nachgang nachdenklich. Dieser ist dafür ein gutes Beispiel: Ist man zunächst damit beschäftigt, das zufällige Motiv ins rechte Licht zu rücken, beginnt man dann darüber nachzudenken, weshalb sich der Pilz gerade an diesem ohnehin schon gezeichneten Baum so offensichtlich wohlfühlt. In Ermangelung ausreichender Kenntnisse über Baumpilze forscht man weiter nach und lernt, dass dieser üppige Wuchs nichts Gutes verheißt …

Übrigens: Kurz nach der Veröffentlichung dieses Fotos ist der Pilz entfernt worden. Als ich vor ein paar Tagen erneut an dieser Stelle vorbeigekommen bin, sah ich, dass der Porling wieder nachwächst.

Das Alltägliche erscheint zuweilen in einem ganz neuen Licht; es ist spannend und bereichernd zugleich, die gewohnten Perspektiven immer mal wieder ganz bewusst zu ignorieren und sich von einem besonderen Augenblick inspirieren zu lassen.

Morgenlicht hat einen ganz besonderen Reiz. Kommt noch eine spontane Begegnung zwischen Mensch und Tier dazu, entsteht schnell ein besonderer Schnappschuss.

Bisamratten sind ganz zu Unrecht unbeliebt, auch wenn sie tatsächlich die Uferböschungen mit ihren Wohnhöhlen zu Stolperfallen machen. Wenn man das Glück hat, sie einmal an Land zu sehen, merkt man schnell, dass hinter dem etwas unheimlichen Bild des schnell vorbeischwimmenden Tieres ein liebenswerter Zeitgenosse steckt, der auch nur seiner Beschäftigung nachgeht.

Der diesjährige Frühling ist eher ein dauerlaunischer April mit viel zu vielen für Fotografen uninspirierenden Stunden. Verständlicherweise erwacht nun der Trotz, trotz tagelangem Schneetreiben die wenigen Momente auszukosten, in denen es wirklich nach Frühling aussieht. Auch wenn dies bedeutet, dass man minutenlang auf einer vielbefahrenen Straße hin- und herlaufen muss, bis man den perfekten Standpunkt gefunden hat, von dem aus der Kirchturm an der richtigen Position ist.

Die Störche kenne ich gut und auch, wo sie sich üblicherweise aufhalten, weiß ich genau. Trotzdem ist dieses Foto ein Glücksfall, weil ich zufällig unterhalb einer der Futterwiesen vorbeigefahren bin und die Kamera griffbereit hatte, als ich den Storch vorbeistolzieren sah – diese Perspektive ist tatsächlich selten!

Diese Brücke ist tatsächlich sehr abenteuerlich – schwer zu erreichen und für mich bisher nicht passierbar. Der Raureif und das weiche Licht machen sie zusätzlich zu etwas ganz Besonderem.

Wenn man das Glück hat, auf dem Land zu wohnen, weiß man auch, wo die Tiere sind. Dass es gleich eine solch große Gruppe Rehe ist, war Zufall, oder auch Glück. Aber das Anschleichen und das „Die-Tiere-an-die-eigene-Anwesenheit-Gewöhnen“ hat funktioniert! Deshalb sind sie nicht davongerannt, sondern schön geordnet weitergewandert …

Noch auf der Suche nach dem letzten Foto des Tages, zufällig vorbeigekommen, ein paar Probebilder, die nicht überzeugt haben …. Und dann, plötzlich, der rechte Winkel des Krans zum Kirchturm! Manche Bilder sind echte Glücksfälle …

Ein Spaziergang bei sehr bewölktem Himmel, mit noch kahlen Bäumen, ohne frisches Grün. Und doch schafft es eine kleine Wolkenlücke auch unter diesen Bedingungen, magische Momente entstehen zu lassen, die es wert sind, eingefangen zu werden! Hier liegen das frisch gepflügte Feld im Vordergrund und der Wald im Hintergrund vollständig im Schatten, während die Wolkenlücke den Kirchturm und den dahinter liegenden Hang erstrahlen lässt. Faszinierend!

Glücklicherweise war diese Schafherde schon im Anmarsch nicht zu überhören, sodass Zeit genug blieb, die Kamera schussfertig zu machen und den besten Platz auf meinem Balkon zu suchen, um dann in aller Seelenruhe eins ums andere Mal abzudrücken, während sich die gut 400 Tiere blökend unter meinem Balkon bergan schoben.

Das war eine echte Überraschung – eines meiner Ausstellungsbilder, die ich der Süddeutschen zur Verfügung gestellt hatte, erschien plötzlich als Schmuckfoto einer Kandidatenvorstellung zur Kommunalwahl. Dem Kandidaten hat’s glücklicherweise auch gefallen.